Dinge geregelt kriegen – Teil 2 – Die 31-Tage-Challenge

Der Oktober 2014 wird meine experimentelle Spielwiese für eine 31-Tage-Challenge. Ich möchte in dieser Zeit mein Verhalten bezogen auf meine tägliche Lebensführung in den Bereichen Ernährung, Schlaf und Bewegung modifizieren. Das ist für mich nicht wirklich neu. In den vergangenen Jahren habe ich beispielsweise unterschiedliche Ernährungsformen ausprobiert. Inspiriert dazu hatte mich das Buch Anständig essen von Karen Duve. Generell sind Selbstversuche ein kleines Hobby von mir, aber es ist eine Premiere, dass ich öffentlich eine 31-Tage-Challenge daraus mache, über die ich ein wenig schreiben und reden werde. Ich werde für meine Verhaltensänderungen in meine psychologische Trickkiste greifen und die eingesetzten Strategien kurz vorstellen. Die öffentliche Selbstverpflichtung in diesem Blog ist bereits eine Strategie.

Startzeitpunkt wird also der 01.10.2014 sein. Mein Alltag wird wie gewohnt seinen Lauf nehmen. Ich werde zur Arbeit gehen,  einen Kurzurlaub machen und Freunde treffen. Mein konkretes Ziel ist die Implementierung eines bestimmten Lebensstils, dessen Wirkung auf mein Befinden ich in diesem Monat testen möchte. Mein Ziel ist es herauszufinden, ob der CrossFit-Lifestyle zu mir passt. Was ist das? Nun, CrossFit ist eine Sportart, die Disziplinen wie olympisches Gewichtheben, Turnen und Leichtathletik miteinander kombiniert. Mir gefällt die Abwechslung. Bislang konnte ich aber noch nicht regelmäßig dabei bleiben. Unter anderem auch, weil ich mich verletzt habe. Auf der Ernährungsseite kommt die Paläo-Ernährung hinzu. Was ist denn das? Nun, eine Ernährungsform, die sich darauf besinnt, woher wir Menschen stammen und wie wir uns über die meiste Zeit unserer evolutionären Entwicklung hinweg ernährt haben. Viel Wert wird darauf gelegt, keine prozessierte industrielle Nahrung zu sich zu nehmen. Geliebte Fertigpizza ade! Es gibt verschiedene Auslegungen dieser Ernährung. Ich halte mich im Wesentlichen an die Perfect-Health-Food-Plate von Shou-Ching und Paul Jaminet. Sie ist quasi die moderne Ernährungspyramide für mich. Beim Schlaf soll es darum gehen, vor allem ausreichend Schaf zu erhalten. Dies ist wichtig, da ich ja etwas mehr Bewegung plane. Dies bedeutet, dass mein Körper mehr Erholung und Schlaf brauchen wird.

Mein konkretes Ziel ist nicht das sklavische Befolgen einer 100%igen Ernährungsumstellung. Cheating ist bewusst erlaubt. Extreme sind mir fremd, ich halte sie für wenig sinnvoll und ich betrachte die Challenge mit großer Gelassenheit und achte auf mein Wohlbefinden. Man mag auch ganz unterschiedlicher Ansicht darüber sein, ob CrossFit überhaupt ein gesunder Sport ist oder ob Paläo-Ernährung nicht doch ein Irrweg ist.

Ein nachweislicher Effekt eines etwas disziplinierteren Lebensstils ist die generalisierte Wirkung auf alle Lebensbereiche. Ich bin gespannt, ob dies stimmt und ich in allen Bereichen mehr Disziplin haben werde. Ich werde in den folgenden 31 Tagen für mich schriftlich Protokoll darüber führen was ich genau esse, wie und wie lange ich mich pro Tag bewege und wie lange ich schlafe. Dies wird ergänzt mit einer subjektiven Befindlichkeitsmessung. Meine körperliche Fitness erhebe ich über ein bestimmtes CrossFit Workout, dessen Zeit ich stoppen werde zu Beginn und zum Ende der 31-Tage-Challenge.

Bettina Meier

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... ich arbeite mit Klienten, Paaren, Gruppen und Teams, ich halte Vorträge, Seminare und Workshops. Anfragen gerne per E-Mail an info [ät] bameier.de

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